Salim Alafenisch, Heidelberg: »Die Nacht der Wünsche«

Wer von Allah mit der Nacht der Wünsche gesegnet wird, hat drei Wünsche frei. Doch in dieser besonderen Nacht werden sich die Hoffnungen des mächtigen Sultans nicht erfüllen. Als ihn auf dem Lager seiner jüngsten Haremsdame eine sonderbare Schwäche befällt, nutzt die schöne und kluge Zahra das Missgeschick des Tyrannen:

In betörenden Märchen erzählt sie ihm von Geschichte und Gebräuchen, Menschen und Mythen seines Reiches, um die sich der hab- und machtgierige Sultan nie gekümmert hat.

Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters. Erst mit 14 Jahren lernte er lesen und schreiben, und 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Danach ging er nach London, eigentlich mit dem Ziel, Rechtsanwalt zu werden. Doch nach einem Jahr am Princeton College änderte er sein Berufsziel und nahm an der Universität Heidelberg das Studium der Soziologie, Ethnologie und Psychologie auf, das er 1979 mit dem Magistergrad abschloss. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Erwachsenenbildung entschied sich Salim Alafenisch 1987 für den Beruf des freien Schriftstellers.

Die Lebens- und Vorstellungswelt des Vorderen Orients wurde jetzt zum zentralen Thema seiner Bücher. Seit langem beschäftigt er sich mit der orientalischen Erzählkunst und stellt sie in zahlreichen Autorenlesungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen vor. Er liest seine Geschichten nicht vor, sondern erzählt sie frei. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Heidelberg. Weitere Informationen: www.unionsverlag.ch

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