Småland: »Astrid Lindgrens Welt – Småland Resorts -Kosta Boda Art Hotel«

Dunkelgrüner Nadelwald, leuchtend rote Ferienhäuschen und azurblaue Seen – dazu noch ein Elch, und das herkömmliche Schwedenbild ist perfekt. Doch es ist wie bei allen Klischees: Sie haben einen wahren Kern, aber die Wirklichkeit ist weit facettenreicher. Denn neben grandio-sen Naturerlebnissen, wie sie bei-spielsweise die unzähligen Binnen-seen mit ihren Wassersportmöglich-keiten oder die Schärengebiete mit ihrem Gewirr aus eiszeitlich geschliffenen Felsbuckeln bieten, hat die Region auch in kultureller Hinsicht so manches vorzuweisen: Prähistorische Felsbilder, Grabfelder und Runensteine belegen eine jahr-tausendealte Siedlungsgeschichte, stattliche Gutshöfe, malerische Bauerndörfer und Schlösschen zeugen von der teils vergangenen Bedeutung des ländlichen Raums als Wirtschaftsfaktor.

Aus der wechselvollen Geschichte des dänisch-schwedischen Machtkampfes sind Burgen und Befestigungen erhalten, unter denen die Vasa-Schlösser eine besondere Bedeutung besitzen. Und auch die Industrialisierung hat ihre Spuren hinterlassen, sei es in Form spektakulärer Kanalbauten oder als ganze »Industrielandschaft« wie in Schwedens »Manchester« Norrköping. Intakte Altstädte, herrschaftliche Parks und liebevoll herausgeputzte Gärten tragen zur Attraktivität vieler Orte bei, und in den Großstädten, allen voran Stockholm, pulsiert das kulturelle Leben.

Sabine Gorsemann, geboren 1956, studierte Deutsch, Englisch und Geschichte und promovierte mit dem Thema »Reiseliteratur«. Sie arbeitet als Lehrbeauftragte für Kulturwissenschaft und Germanistik an der Universität Bremen und verfasste mehrere Reiseführer, vor allem zu skandinavischen Gebieten. Den europäischen Norden kennt und bereist sie seit zwei Jahrzehnten. Weitere Informationen: www.michael-mueller-verlag.de

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