25 Jahre nach Tschernobyl: »Wie groß ist die Halbwertzeit des Vergessens?«

Gudrun Pausewang vor 25 Jahren: »Am 26. April 1986 flog ein Reaktorblock der Atomreaktoranlage in Tschernobyl (Ukraine) aufgrund menschlichen Versagens in die Luft. Die freigesetzten radioaktiven Stoffe breiteten sich nach der Katastrophe in weiten Teilen Europas aus, auch in Deutschland.

Noch fünf Minuten vor der ersten Tschernobyl-Katastrophenmeldung dachte ich nicht im Traum daran, ein Buch zu schreiben über die Gefahr, die von Kernreaktoren ausgeht. Doch bald darauf begann ich den Roman »Die Wolke«, der auf die Gefahr einer Reaktorkatastrophe mitten in unserer dicht besiedelten Bundesrepublik hinweist. Das Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens, das nach dem Super-GAU seine Familie verliert und um das eigene Überleben kämpft.«

Gudrun Pausewang, geboren 1928, war lange Zeit als Lehrerin in Deutschland und an deutschen Schulen in Südamerika tätig. Sie zählt zu den bedeutensten deutchen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Viele ihrer Bücher wurden mit Preisen ausgezeichnet, so auch der Roman »Die Wolke«, für den sie den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt.

»Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewusst.« Im Jahre 2011 gilt Gudrun Pausewangs Aussage immer noch: Es irritiert daher die aktuelle journalistische Frage: Frau Pausewang, warum beschäftigen Sie sich immer noch mit dieser Thematik? Weitere Informationen: www.ravensburger.de

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