David Abbott: »Die späte Ernte des Henry Cage«

Es ist, als habe sich ein Fluch über das Leben von Henry Cage gelegt: Nach erfolgreichem Berufsleben als Manager einer florierenden Werbeagentur wird er von seinen jungen, aufstrebenden Partnern in einen erzwungenen Vorruhestand geschickt und vollzieht binnen kürzester Zeit den Wandel vom angesehenen Geschäftsmann zum ruhelosen Privatmann, der mit seiner Zeit wenig anzufangen weiß.

Henry Cage findet sich auf dem Abstellgleis der Gesellschaft und in einer Krise wieder, die ihn zurückschleudert in das Desaster seines privaten Lebens. Er fühlt sich wie am Ende einer langen Liebe und muss erkennen, dass auch seine Lieben unglücklich endeten: Getrennt von seiner Frau Nessa und zerstritten mit seinem einzigen Sohn, führt er ein zurückgezogenes Leben im Londoner Townhouse der Familie, spielt abends Jazz, sammelt Romane des frühen 20. Jahrhunderts in Erstausgaben oder vertreibt sich seine Zeit damit, in Cafés Gesprächen von anderen Gästen zu lauschen.

Sein Leben scheint wie ein kalter, einsamer Alptraum, aus dem er durch Vergebung und Versöhnung zunächst zu erwachen scheint. In der Gewissheit um die nachfolgenden Ereignisse erweist sich dies allerdings als trügerisch…Weitere Informationen: www.dtv.de

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