Giovanni Maio: »Medizin ist keine angewandte Naturwissen-schaft, sondern eine soziale Praxis im Dienste des Menschen«

Medizin ist keine angewandte Naturwissenschaft, sondern eine soziale Praxis im Dienste des Menschen. Weil die Heilkunst eine Form der Zuwendung zum ganzen Menschen sein sollte, ist sie damit unweigerlich auf eine ethische Reflexion ihres Handelns ange-wiesen. Doch was macht eine gute Handlung im Umgang mit kranken Menschen aus? Wie lässt sich eine differenzierte Ethik in der Medizin formu-lieren und begründen? Wie kann man sich orientieren ange-sichts oft kontroverser Wertüber-zeugungen? Für eine solche Orien-tierung ist es wichtig, die Theorie mit der Praxis zusammenzuführen und die heutigen Problemlagen rückzubinden an ethisch-philosophische Grundfragen des Menschseins.

Das neue Lehrbuch des renommierten und weithin bekannten Experten für Medizin-ethik, Giovanni Maio, sucht in systematischer Weise nach Antworten auf drängende Probleme der heutigen Zeit. Es liefert eine umfassende und fundierte Übersicht sowohl über die zentralen ethischen Theorien (wie Tugendethik, Pflichtenethik Kants, Utilita-rismus etc.) als auch über alle wesentlichen ethischen Problemfelder der modernen Medizin vom Anfang bis zum Ende des Lebens. Durch die Diskussion zahlreicher, vom Autor erlebter Patientengeschichten wird die ethische Reflexion praxisnah aufbereitet und zugleich in einen größeren Horizont menschlicher Grundfragen gestellt.

Das Buch richtet sich nicht nur an Studierende der Medizin, Philosophie und Theologie, sondern genauso an erfahrene Ärztinnen und Ärzte, Pflegende, psychotherapeutisch Tätige und alle anderen Beteiligten im Gesundheits-wesen. Es wendet sich darüber hinaus an alle kritischen Zeitgenossen, die sich für Grundfragen des Menschseins interessieren und einen fundierten Überblick über eine moderne Medizinethik suchen. Weitere Informationen: www.schattauer.de

Institut50plus: »Das Praxishandbuch bietet eine detaillierte Darstellung aggressiver und nicht aggressiver herausfordernder Verhaltensweisen«

«Kratzen, Beißen, Treten», so kann der pflegerische Dreikampf im Um-gang mit Menschen, die herausfor-dernde Verhaltensweisen im Rah-men einer Demenz zeigen, holz-schnittartig skizziert werden.

Pflegende sind täglich mit herausfordern-dem Verhalten von Menschen mit De-menz konfrontiert, das die Lebensquali-tät von Angehörigen, Betroffenen und Pflegenden beeinträchtigt. Herausfordernde Verhaltensweisen zeigen sich u.a. als Apathie», «Aggres-sion gegen sich und andere», «Kot-schmieren, Urinieren», «Schlaf-wach-Rhythmus-Umkehr», «Schreien und Rufen» und «Wandering/Bewegungs-unruhe». Diese muss man verstehen, um mit ihnen angemessen umgehen zu können. James ist ein international angesehener Experte zum Thema «herausforderndes Verhalten».

Das Praxishandbuch bietet eine detaillierte Darstellung aggressiver und nicht aggressiver herausfordernder Verhaltensweisen, stellt nachvollziehbar dar, wie herausfordernden Verhaltensweisen eingeschätzt und erklärt werden können, analysiert und kritisiert die Rolle und den Einsatz von Antipsychotika und Neuroleptika bei Demenzen, stellt ein Modell und Praxisbeispiele dar, mit denen herausforderndes Verhalten erfolgreich eingeschätzt werden kann und die einen konstruktiven Umgang damit fördern, gibt einen Überblick über mögliche psychologische und nicht-pharmakologische Interventionen, wie Aromatherapie, Bewegung, Musiktherapie, Psychotherapie, Realitäts-orientierung, Reminiszenztherapie, sensorische Stimulation und kognitive Anregung, tiergestützte Therapie, Werkzeugkisten-Ansatz sowie Umgebungsanpassung und Verhaltensmanagement. Weitere Informationen: www.verlag-hanshuber.com

Hans-Jürgen Heinicke: Wohnungsräumungen sind eine recht intime Angelegenheit

»Man weiß nie, was man findet. Das ist das Spannende an dem Job …« Seit dreißig Jahren räumt Hans-Jürgen Heinicke Wohnungen und Häuser aus. Dabei findet er Schönes und Hässliches, Anrührendes und Kurioses und manchmal auch Kostbares. Mit feinem Gespür für die Schicksale hinter den Dingen sammelt er Geschichten, die nur das echte Leben schreiben kann.

»Auf den ersten Blick mag es nicht so scheinen, doch Wohnungsräumungen sind eine recht intime Angelegenheit. Man dringt in das Leben wildfremder Menschen ein, auch wenn es die nicht mehr gibt, zumindest nicht an diesem Ort. Wenn man mit offenen Augen durch die Zimmer geht, erfährt man sehr viel über die Menschen, die darin gelebt haben. Obwohl ich den Job schon lange mache, ist das für mich immer noch aufregend.«

1951 in Görlitz geboren, lernte Hans-Jürgen Heinicke zunächst Betriebs-schlosser, später holte er das Abitur per Abendschule nach, arbeitete als Requisiteur bei der DEFA und begann noch in der DDR, alte Möbel und Antiquitäten zu sammeln. Sein Buch entsteht in Zusammenarbeit mit Fred Sellin, geboren 1964 in Wittenberg, der als freier Autor in Hamburg lebt.
Fred Sellin veröffentlichte u.a. Biographien über Heinz Rühmann und Ben Becker veröffentlicht. Weitere Informationen: www.fischerverlage.de