Unionsverlag: »Die sieben Briefe des Doktor Wambach«

»Ich habe dieses Buch lieb. Weil es mich rührte, weil es mich nachdenk-lich machte und anregte. Ein kleines Wunder«, so Peter Härtling.

Das Leben des Doktor Hubert Wambach, Obervertrauensarzt im Ruhestand, zieht friedlich dahin: meteorologische Messungen, Hobbymalerei und der regelmäßige Spaziergang zum Grab seiner vielgeliebten Frau – bis Wambach eines Tages auf der Straße die heulende Ise trifft.

Ise ist fünf und beklagt den Verlust ihrer Puppe Rapunzel. Wambach beginnt, Ise zu trösten, und schreibt ihr Briefe im Namen der vermeintlich nach Paris ausge-büxten Puppe. Zugleich erlebt er noch einmal die sehnsuchtsvoll verwandelte Geschichte seiner eigenen Liebe und vollbringt seine letzte, schönste und vielleicht gelebteste Erdentat. Denn es ist nie zu spät, das Leben zu entdecken. Weitere Informationen: www.unionsverlag.com

Bettina de Cosnac: »Kulinarische Geschichte – L’amour, la révolution, la cuisine«

L’amour, la révolution, la cuisine: Dies sind die wichtigsten Dinge, die wir mit Frankreich verbinden. Die gehobene Esskultur des Landes prägte der Adel. Ihm verdankt die Welt das Chateaubriand und die Königinpastete, er entwickelte die Speisenfolge vom Entree bis zum Dessert. Wie aber lässt sich die raffinierte Tafelkultur auf den Schlössern in Zeiten hoher Steuern, Betriebs- und Personalkosten aufrechterhalten? Wie tafelt der französische Adel zu Beginn des 21. Jahrhunderts?

Bettina de Cosnac hat zehn Adelsfamilien im Land besucht und mit ihnen über die kulinarische Geschichte ihres Hauses bis heute gesprochen. Familienrezepte sowie Innen- und Außenaufnahmen der Schlösser runden diesen kostbaren Einblick in eine schwindende Kultur ab.

Bettina de Cosnac, Dr. phil., geb. 1960, studierte Französisch, Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft in Berlin und Tours. Seit 1995 lebt sie in Paris – und seit ihrer Heirat mit einem französischen Grafen auch oft auf dem Land. Sie ist Autorin deutscher und französischer Bücher, freie Rundfunk-korrespondentin und lehrt an der CELSA/Sorbonne. Weitere Informationen: www.gerstenberg-verlag.de

Chinesisches Sprichwort: »Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt.«

„Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt.“ Dieser Volksweisheit aus China stimmen wohl Millionen Klein-gartenfreunde, Laubenpieper und Grünparzellenbesitzer uneinge-schränkt zu. Ob deutsche Schreber-gartenidylle, Gemüse züchtende allotment gardeners in England oder die Astrid-Lindgren-Romantik skandinavischer Koloniegärten: Das Phänomen Kleingarten, das aus Zugeständnissen an arme Bevölkerungs-schichten seinen Anfang nahm und bis vor wenigen Jahren als Gartenzwerg-paradies verpönt war, begeistert heute mehr denn je junge Familien und trendige Großstädter. Die Natur erobert sich Schritt für Schritt den städtischen Lebensraum zurück, Gemeinschafts-gärten gedeihen in Millionenstädten wie New York, Paris, Barcelona oder Berlin und urbanes Landwirtschaften zeigt einen neuen Weg im Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten.

Christa Pöppelmann, geb. 1967, arbeitete nach einem Journalistikstudium in München als freie Journalistin und Autorin mit Schwerpunkt Ökologie. Sie hat mehrere Ratgeber und populärwissenschaftliche Sachbücher verfasst und ist u.a. langjährige Mitarbeiterin der Zeitschrift kraut & rüben. Magazin für biologisches Gärtnern und natur-gemäßes Leben. Christa Pöppelmann lebt heute mit Mann und Garten in Berlin. Weitere Informationen: www.gerstenberg-verlag.de

Gisela Heidenreich: »Geliebter Täter – Ein Diplomat im Dienst der „Endlösung«

»Gisela Heidenreich hat ihre Geschichte öffentlich gemacht, zusammen mit der Botschaft, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu suchen, auch wenn sich der eingeschlagene Weg als schmerzhaft herausstellen sollte«, so Die Zeit.

Er war Verbindungsmann von Ribbentrop und Himmler. Er war nicht irgendwer. Er war Referatsleiter im Auswärtigen Amt. Er war beteiligt an der Ermordung von 350000 Juden. Nach dem Krieg tauchte Horst Wagner ab, mit Hilfe ihrer Mutter – und Gisela Heidenreich ist den Spuren dieses Schreibtischtäters gefolgt. Dabei ist die Bestsellerautorin immer tiefer in ihre eigene Familien-geschichte eingedrungen, die auch Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte ist. Weitere Informationen: www.droemer-knaur.de

Der Fall Guttenberg: »Das Buch zum Phänomen Guttenberg, das den Rücktritt verstehen lässt.«

„Eine Karriere scheinbar aus dem Nichts. Der erste deutsche Spitzenpolitiker der Twitter- und Facebook-Generation. Diese sehr gut geschriebene, lesenswerte Biographie macht einen klüger, was das Rätsel Guttenberg betrifft“, so Joschka Fischer in seiner Buchkritik.

Aufstieg und Fall Karl-Theodor zu Guttenbergs sind beispiellos in der bundesdeutschen Politik. Gerade einmal zwei Jahre lang war er zunächst Wirtschafts-, dann Verteidigungs-minister, war der mit Abstand beliebteste Politiker, war Shootingstar, Kanzlerkandidat der Herzen, und unglaubwürdiger Plagiator seiner Doktorarbeit. Er hat die Deutschen für Politik begeistert wie kein Zweiter – und lässt ein Land zurück, tief gespalten, konster-niert, erleichtert. Doch eine Frage eint es: Wer ist das? Wer ist dieser Karl-Theodor zu Guttenberg? Einzigartig im Aufstieg. Einzig im Fall.

Er schien alles zu haben, was ein Held braucht: Charisma, Stammbaum, Reichtum, eine schöne Frau und ein großes Amt. Seine Popularitätswerte übertrafen die der Kanzlerin bei weitem, viele sahen in ihm schon ihren Nachfolger. Aber war Karl-Theodor zu Guttenberg ein guter Politiker? Als Wirtschaftsminister ließ er markigen Worten, etwa in der Opel-Krise, keine Taten folgen. Kaum war er Verteidigungs-minister, vollzog er in der Kundus-Affäre einen atemberaubenden Meinungswechsel.

In der Affäre um seine Doktorarbeit wies er die Anschuldigungen zunächst als „abstrus“ zurück, um wenige Tage später „schwere Fehler“ einzuge-stehen und um Rücknahme des Titels zu bitten. Eckart Lohse und Markus Wehner erzählen das private und politische Leben dieses Instinktpolitikers. Viele bislang unbekannte Recherche-ergebnisse ermöglichen, ein wesentlich genaueres Bild von Herkunft, Charakter und politischem Handeln Guttenbergs zu zeichnen. Weitere Informationen: www.droemer-knaur.de

Parnassia: »Eine ergreifende Suche nach Identität, Erinnerung und Vergebung«

Um sie vor der Deportation zu retten, nimmt ein kinderloses Ehepaar die kleine jüdische Rivka auf. Aus Rivka wird Anneke, doch die Geschichte ihrer Herkunft wird sie — und alle, die sie lieben — ein Leben lang begleiten.

Amsterdam 1942. Die Verfolgung der Juden in den Niederlanden wird immer brutaler. Um ihre kleine Tochter in Sicherheit zu wissen, bringen Rivkas Eltern sie bei einem kinderlosen Pfarrersehepaar unter. Erst Jahre später, nach dem Krieg, kehrt ihr Vater zurück, doch aus Rivka ist Anneke geworden, aus der Jüdin eine Christin. Und so bleibt sie bei ihrer neuen Familie, nimmt eine neue Identität an — jene, der sie ihr Überleben verdankt.

Als Anneke sich in Joost verliebt, der ebenfalls aus einer jüdischen Familie stammt, bricht zum ersten Mal die Vergangenheit wieder auf. Jahrzehnte später trifft sich Anneke nach einer langen Zeit der Entfremdung mit ihrer ältesten Tochter Sandra im Strandlokal »Parnassia« und erzählt ihr nach und nach ihre Geschichte und wie es dazu hat kommen können, dass sie alle, die sie liebten, im Stich ließ, um ein neues Leben zu beginnen. Weitere Informationen: www.berlinverlage.com