Niki Segnits Geschmacksthesaurus: »Lehrreich und inspirierend, praktisch und witzig…«

Schokolade mit Kardamom, Austern mit Wassermelone oder doch lieber Avocado mit Kaffee? Niki Segnits Geschmacksthesaurus ist das perfekte Handbuch für das unkon-ventionelle Kombinieren von Aromen. Warum schmeckt gerade Apfel und Zimt so gut zusammen, Käse und Weintraube oder auch Schokolade und Chili?

Die Antwort darauf liefert Niki Segnit mit ihrem Geschmacksthesaurus: Sie teilt 99 Lebensmittel in verschiedene Kategorien wie senfig, erdig, fruchtig, paart sie miteinander und kommentiert die Ergebnisse in kleinen unterhalt-samen Beiträgen. Da wird Gurke mit Minze kälter als ein Auftragskiller-pärchen und Avocado mit Limette zu Lee Hazlewood und Nancy Sinatra, die »Some Velvet Morning« singen, wobei Lee die samtige Avocadonote beisteuert und Nancy den hohen Limettenton, der die Weichheit genau dann durchdringt, wenn es allzu gemütlich wird.

Mit literarischen Anekdoten, leckeren Rezepten und persönlichen Präferenzen ist der Thesaurus eine gelungene Mischung aus Aromalexikon, Kochbuch und Reisebericht und eignet sich als unterhaltsame Bettlektüre ebenso wie als ernstzunehmende Rezeptesammlung. Weitere Informationen: www.berlinverlage.com

Intendant Dr. Matthias von Hülsen: »Das Publikum der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern schätzte unsere Preisträger ebenso wie die ganz großen Stars.«

Mit ca. 68.000 Besuchern beendeten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am 11. September 2011, erfolgreich ihre 22. Saison. An insgesamt 83 Spiel-stätten – von Kirchen und Klöstern über Schlösser und Scheunen bis zu Gutshäusern und Industriehallen – bescherten Klassikstars und herausragende Nachwuchskünstler Musikfreunden 124 hochkarätige Konzerterlebnisse.


Cellist Li-Wei Qin

Als „Preisträger in Residence“ prägte der chinesische Cellist Li-Wei Qin die Saison mit 19 Konzerten und lenkte z. B. mit dem jungen Hangzhou Philharmonic Orchestra und einem Abend mit traditioneller chinesischer Musik den Blick nach Asien. „Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen, als musikalischer Botschafter das Programm mitzu-gestalten und gemeinsam mit großartigen Musikern aus aller Welt bei diesem wirklich internationalen Festival in so wunderschöner Umge-bung aufzutreten“, so Li-Wei Qin. Als krönenden Abschluss spielte er im Rahmen des Abschlusskonzertes mit dem Konzerthaus-orchester Berlin unter Michel Tabachnik vor der ausverkauften Konzertkirche in Neubrandenburg Edward Elgars Cellokonzert op. 85.

Besondere Höhepunkte der Festspielsaison waren die Auftritte von Klassik-Größen wie Sol Gabetta (Cello), den Klavierlegenden Martha Argerich und Lars Vogt sowie den Geigerinnen Hilary Hahn, Julia Fischer und Midori. Die traditionellen Preisträger-konzerte und der Austausch mit amerikanischen Musikern vom Lincoln Center und der Carnegie Hall erfreuten sich ebenso großer Beliebtheit wie die Themenreihen Künstler-stätten und Fokus Tanz. Ein Besuchermagnet war auch in diesem Jahr wieder das Kleine Fest im großen Park in Ludwigslust, das an zwei Tagen 16.000 kleine und große Kulturfans nach Ludwigslust lockte. Insgesamt 5.000 Menschen besuchten die beiden Pferde-Picknick-Sinfonie-Konzerte in Redefin – inzwischen schon eine Insti-tution unter den Festspiel-Open-Airs – und erlebten das kurzweilige Gesprächskonzert „Wann darf ich klatschen“ mit Daniel Hope, Li-Wei Qin und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz oder das renommierte Kammerorchester St Martin in the Fields unter der Leitung des Pianisten Murray Perahia. Intendant Dr. Matthias von Hülsen freut sich, „dass das Publikum unsere Preisträger ebenso schätzt wie die ganz großen Stars. Das bestätigt uns, dass wir beim künstlerischen Nachwuchs den richtigen Riecher haben. Ebenso erfreulich ist, dass wir mit variierendenThemen – wie z. B. in diesem Jahr mit den Künstlerstätten als Spiel-orten und dem Fokus Tanz – die Neugier von unserem Stammpublikum anstacheln und neue Festspielfreunde dazu gewinnen konnten. Wir freuen uns schon jetzt, auch in der nächsten Saison gemeinsam mit dem Publikum ganz viel Unerhörtes zu entdecken!“

Der Künstlerische Direktor, Daniel Hope, fügt hinzu: „Die Welt zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern! Das war auch in diesem Jahr wieder Programm – unter anderem durch die Residenz meines großartigen chinesischen Kollegen
Li-Wei Qin und unseren erneuten Brückenschlag zur Musikelite aus New York. Die Lincoln Center- und Carnegie-Musiker freuen sich jetzt schon auf 2012 bei uns. Und wir werden den internationalen Austausch noch erweitern!“

Und wie jedes Jahr heißt es: Nach der Saison ist vor der Saison. Vor der Tür stehen die Adventskonzerte, bei denen unter anderem Julian Steckel (Violoncello), Clemens von Ramin und Axel Hacke mit Musik und Literatur für vorweihnachtliche Stimmung im Schloss Ulrichshusen sorgen werden. Das Jahr 2012 läuten Mitglieder der Wiener Philharmo-niker mit den Neujahrskonzerten am 7. und 8. Januar in Ulrichshusen ein. Bereits zwei Monate später, vom 16. bis zum 25. März, erobert der erste Festspielfrühling Rügen 2012 die Vorsaison.

Im Auftrag der Festspiele gestaltet das Fauré-Quartett (Ensemble-Preisträger 2001) als künstlerische Leitung insgesamt 13 außergewöhnliche Kammermusik-Konzerte, die hochkarätige Künstler mit einem überwiegend romantischen Programm an die schönsten Spielorte der Insel bringen. Und auch die „Preis-trägerin in Residence“ für die Hauptsaison steht bereits fest: Im Sommer 2012 wird die junge Geigerin Veronika Eberle den Festspielen ihre ganz persönliche Note verleihen. Im November 2011 wird das Vorprogramm und im Februar 2012 das Gesamtpro-gramm für das kommende Jahr veröffentlicht. Karten und Programm für die Advents- und Neujahrskonzerte und den Festspielfrühling Rügen 2012 sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises: Verlag Matthes& Seitz, Berlin: Esther Kinsky »Banatsko«

Das Flensburger Institut50plus präsentiert präsentiert die Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – aktuell einen Titel des Verlags Matthes & Seitz, Berlin: Esther Kinsky »Banatsko«.

›Banatsko‹ ist die Feier einer Land-schaft, des nördlichen Banat. Noch nie wurde dieses Niemandsland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien mit einem so liebenden Blick betrachtet, seine melancholische Poesie so zum Blühen gebracht wie in diesem neuen Roman von Esther Kinsky.

Während der Leser sie in die halbver-fallenen Straßenzüge Battonyas und die sie überwuchernde, sirrende und flirrende Natur begleitet, erzählt sie von einem alten Kino, den Kontakten zu den Dorfbe-wohnern, einer Liebschaft und der langsamen Eroberung des eigenen Zuhauses in dieser neuen Welt.

Vom Rhythmus ihrer Sprache getragen wird der Alltag im ländlichen Banat zum Erlebnis, Kinsky macht ihn hörbar, riechbar. In aller Stille ereignet sich dabei Welt: Den Worten und Dingen wird eine Bedeutung verliehen, die aus der langsamen Annäherung an die fremde Sprache erwächst. Durch genaues Hinsehen wird Einzelheiten auf den Grund gegangen, mit einem Blick, der den Schmerz, der den Dingen innewohnt, mitfühlt, ihn aber nicht beklagt. Weitere Informationen: www.matthes-seitz-berlin.de