Psychosozial Verlag: »Freud lesen« – eine leicht zugängliche Darstellung der gesammelten Werke Freuds

»Das Buch ist eine einzigartige Hilfe bei Lehre und Studium der Freud’ schen Schriften. Es ist ebenso fantasievoll wie hilfreich, vor allem, was die Kontextualisierung der Werke anbelangt. Ein absolutes Muss für jeden, der sich ernsthaft mit der Psychoanalyse beschäftigt«, so Anne-Marie Sandler, Lehranalytikerin der Britischen Psychoanalytischen Vereinigung, London.

»Freud lesen« ist eine leicht zugäng-liche Darstellung der gesammelten Werke Freuds, von den »Studien über Hysterie« bis zum »Abriss der Psycho-analyse«. Selbst seine komplexesten Theorien werden klar und verständlich dargelegt, ohne sie unangemessen zu vereinfachen.

Jedes Kapitel befasst sich mit einer von Freuds Schriften und enthält wertvolle Hintergrundinformationen sowie relevante Details aus Biografie und Zeitge-schichte, eine Chronologie seiner Ideen und Beschreibungen von post-freudianischen Entwicklungen. Diese Einbettung der Texte in Leben und Schaffensgeschichte macht das Werk zu einem einzigartigen Handbuch für das Studium der Freud’schen Schriften, die für den interessierten Laien wie für den erfahrenen Psychoanalytiker gleichermaßen erhellend ist. Weitere Informationen: www.psychsozial-verlag.de

Ian Bremmer: »Das Ende des freien Marktes«

Autoritäre Staaten in aller Welt kämpfen immer rücksichtsloser um wirtschaftliche Dominanz. Und sie tun es mit System: Staatskapita-lismus lautet die Formel, die westliche Unternehmen und Demokratien das Fürchten lehrt. Stehen wir an der Schwelle eines neuen Kalten Krieges, der nicht mehr mit militärischen, sondern mit wirtschaftlichen Mitteln geführt wird? Riesige Unternehmen wie Gazprom und Rosneft, Sinopec und die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) werden von staatlicher Seite massiv unterstützt – finanziell und durch die Gesetzgebung.

Sie verfolgen nicht nur wirtschaftliche Ziele, sondern politische: Sie sollen den Einfluss ihres Ursprungslands und seiner Machthaber sichern. Zur Durchset-zung ihrer Interessen ist jedes Mittel recht: Preiskämpfe, Lohndumping, Bestechung. Die Hauptakteure sitzen in China, Russland, Saudi-Arabien und im Iran – doch ihr Erfolg ruft immer mehr Nachahmer in den Schwellenländern auf den Plan. Westliche Unternehmen sind dagegen machtlos: Sie sind Zwerge im Vergleich zu den gigantischen Staatsunternehmen. Wie soll man einem Unternehmen wie der China Investment Corporation (CIC) ernsthaft Konkurrenz machen, deren Kapital mit rund 200 Milliarden Dollar dem Bruttoinlandsprodukt eines mittelgroßen Staates wie Portugal entspricht?

„Brillant und unverzichtbar. Einer der großen politischen Denker unserer Zeit mit einem Buch, das man gelesen haben muss: Es zeigt, wie Politik und globale Märkte sich immer stärker verzahnen – und das zu unserem Schaden“, so Nouriel Roubini, Chairman, Roubini Global Economics.

Ian Bremmer ist ein amerikanischer Politologe sowie Gründer und Präsident der „Eurasia Group“, des weltweit führenden Beratungsunternehmens mit Schwerpunkt globale politische Risiken. Er schreibt für „The Wall Street Journal“, „The Washington Post“, „Newsweek“, „Foreign Affairs“ und viele andere Publikationen und ist Autor mehrerer Bücher. Weitere Informationen: www.hanser.de

Miriam Toews: »Mit atemberaubender Eindringlichkeit erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die lernt, was es heißt, sich selbst zu vergeben«

Die große kanadische Autorin Miriam Toews wuchs in einer mennoniti-schen Familie in Manitoba auf. In ihrem neuen Roman kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück und vollbringt ein literarisches Wunder: Mit atem-beraubender Eindringlichkeit erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die lernt, was es heißt, sich selbst zu vergeben.

Kameras, Zigaretten, Handys, Schau-spieler aus Übersee und Küsse unterm Sternenhimmel — das gab es in Irmas Mennonitendorf im Norden Mexikos alles noch nie. Als der Regisseur Diego die 19-Jährige als Dolmetscherin für sein Filmteam anheuert, beginnt sie, nicht nur zwischen den Sprachen zu springen, sondern auch zwischen den grundverschiedenen Welten. Ihre strenge Familie, in der seit dem Tod ihrer Schwester Katie kaum noch ein Ton gesprochen wird, und das fröhliche, wilde Haus der Filmemacher — Irma spürt plötzlich, dass sie lebendig begraben wird, wenn sie nicht abhaut. Sie muss unbedingt weg.

Heimlich, ohne das Wissen ihres Vaters, schnappt sie sich ihre zwei kleinen Schwestern und macht sich auf nach Mexiko City. Das Abenteuer der Freiheit spült auch die tief verborgenen, die düsteren Geheimnisse ihres Lebens hervor, und diesmal, hier, läuft sie nicht davon. Weitere Informationen: www.berlinverlage.de

Blessing Verlag: »Eine Frau zwischen zwei Männern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten«

Louis Blériot ist ein Tagträumer: Mit seinen einundvierzig Jahren lebt er immer noch vom Übersetzen techni-scher Texte – und von den Einkünften seiner Frau, die an seiner Apathie zunehmend verzweifelt. Aber ein Anruf genügt, und Louis, der ewige Beobachter, ist wie aus gewechselt: Nach zwei Jahren und zwei Monaten endlich wieder ein Lebenszeichen von Nora, seiner Geliebten, die ihre Rückkehr aus London ankündigt.

Rasch stellt sich zwischen den beiden die Vertrautheit wieder ein, und die Leidenschaft erwacht aufs Neue. Louis müsste jetzt handeln, er will es auch und fühlt sich doch ohnmächtig. Denn es gibt einen anderen Mann in Noras Leben: Murphy Blondale, ein Amerikaner, hyperaktiv, fordernd, aber auch gewissenhaft und großzügig, ein Börsenmakler, der die sphinxhafte, von einer Schauspielerkarriere träumende Nora mit einer Inbrunst liebt, die ihn selbst verwirrt. Einfühlsam, luzid und mit ironischer Distanz stellt Patrick Lapeyre die Höhen und Abgründe einer Ménage-à-trois dar, deren immer neue Verwicklungen die Absurditäten der menschlichen Existenz freilegen. Weitere Informationen: www.randomhouse.de/blessing

Gabor Steingart: »Jedes Mal, wenn man alle Antworten gelernt hat, wechseln die Fragen«

Früher war nicht alles besser, aber vieles verlässlicher. Die Welt drehte sich, aber sie rotierte nicht ständig. Heute ist die Treue zur Automarke größer als die zum Ehepartner, aus dem Beruf wurde ein Job, bei Kirche denkt niemand mehr an Enthaltsam-keit. Heute ist selbst das Wort Zukunft dabei, seinen guten Ruf zu ruinieren.

Normalität bedeutete das Verlässliche in der Gesellschaft. Es war jene Zeit, als Familie noch lebenslange Schicksal-gemeinschaft bedeutete und sich nicht ein- und ausschalten ließ wie ein Pay-TV-Programm. Damals begann nach der Ausbildung der »Ernst des Lebens« und nicht das nächste Praktikum. Es war jene Zeit, als man drei Freunde im Café traf und nicht 500 Freunde auf Facebook. Damals bekamen Banker noch einen Schreck, wenn sie das Wort Risiko hörten, und nicht – wie ihre Nachfahren – einen Erregungszustand. Das Kennzeichen unserer Zeit ist das Verschwinden der vielen Selbstverständlichkeiten.

Millionen von Menschen spüren die Überforderung: Jedes Mal, wenn man alle Antworten gelernt hat, wechseln die Fragen. Dennoch muss der Gezeiten-wechsel kein Drama sein, sagt Steingart. Das Gefühl der Fremdheit und die Vorfreude auf ein Leben, das anders sein wird als unser bisheriges, schließen sich nicht aus. Steingart berichtet in seinem schwungvollen Essay von dem, was geht, was bleibt und was kommt. Weitere Informationen: www.piper-verlag.de

Institut50plus: »Das Potential der Generation 50plus und ihre künftigen Lebensperspektiven«

Die beiden Leiter des Generali Zukunftsfonds Roland Krüger und Loring Sittler leisten mit diesem Buch echte Pionierarbeit. In ihrem Blick-punkt steht das Potential der Genera-tion 50plus und ihre künftigen Lebensperspektiven.

Sie zeigen an vielen Beispielen wert-volle Aufgaben in einer Gesellschaft der langen Lebensläufe. Die vorge-stellten Engagierten belegen, dass sie etwas Sinnvolles tun – als Netzwerker vor Ort, als Jobpate und als weltweiter Berater im Senior Experten Service. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die mobilen, flexiblen Alten brechen auf zu neuen Ufern. Sie fühlen sich fit und wollen sich engagieren.

In diesem Buch steht konkret, was jeder tun kann, wie es geht, warum es gut ist und was jeder davon hat! Das große gesellschaftliche Thema Lebensprojekt 50plus hat endlich das richtige umfassende Buch gefunden. Weitere Informationen: www.murmann-verlag.de

Institut50plus: »Internationale Schostakowitsch TageGohrisch, Sächsische Schweiz«

Vom 16. bis 18. September 2011 finden zum zweiten Mal in Gohrisch (Säch-sische Schweiz) die Internationalen Schostakowitsch Tage statt. Nach dem großen Erfolg des ersten Festivaljahrgangs 2010 wird der Kurort Gohrisch erneut für drei Tage im Blickfeld der internationalen Schostakowitsch-Pflege stehen. Dmitri Schostakowitsch komponierte 1960 und 1972 in Gohrisch und komponierte im heutigen Parkhotel Albrechtshof 1960 sein achtes Streich-quartett op. 110. Das Werk gilt als eines der zentralen Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts und spiegelt in erschütternder Weise Schostakowitschs existenzielles Leiden unter dem Sowjetregime wider.


Enders Jurowski, Foto: (c) Matthias Creutziger

Der hohe künstlerische Anspruch des Festivals wird gewährleistet durch die Mitwirkung international gefragter Solisten und Dirigenten sowie durch die Sächsische Staatskapelle Dresden, die das Festival mitinitiiert hat und musikalisch ausrichtet.

Als mitwirkende Gäste werden in diesem Jahr u.a. die russisch-amerikanische Komponistin Lera Auerbach, der Pianist Igor Levit, der Trompeter Sergei Nakariakov, der Schauspieler Christian Friedel („Das weiße Band“) und der Dirigent Michail Jurowski erwartet. Eigens für das Festival wird sich ein hochkarätiges „Schostakowitsch Festival Quartett“ aus Stimmführern der Sächsischen Staatskapelle und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zusammenfinden. Weitere Informationen: www.schostakowitsch-tage.de und www.staatskapelle-dresden.de