Schleswig-Holstein Musik Festival: »JazzBaltica Förderpreis geht an das Clara Haberkamp Trio«

Das Clara Haberkamp Trio erhält den JazzBaltica Förderpreis, der in die-sem Sommer zum vierten Mal verlie-hen wird. Der Preis in Höhe von 3.000 Euro wird von der Inves-titionsbank Schleswig-Holstein gestiftet und richtet sich an jüngere, noch nicht hinreichend bekannte deutsche Jazzmusiker mit einem besonderen Blick auf die norddeutsche Jazzszene. Dr. Michael Adamska, Vorstand der Investitionsbank Schleswig-Holstein, wird der jungen Pianistin und Sängerin Clara Haberkamp den Förderpreis am Freitag, den 1. Juli 2011 um 22.30 Uhr im JazzCafé überreichen, bevor sie sich mit ihrem Trio dem Publi-kum präsentiert.

Dr. Michael Adamska, Vorstand der Investitionsbank Schleswig-Holstein, erklärt: „Mit dem Förderpreis, den wir bereits zum vierten Mal verleihen, möchten wir als Hauptsponsor von JazzBaltica das besondere künstlerische Potenzial junger talentierter Jazzmusiker hervorheben und sie in ihrem Weg bestärken. Das Clara Haberkamp Trio mit Bassist Igor Spallati bzw. Andreas Lang und Drummer Tilo Weber überzeugt durch seine musikalische Reife und Vielschichtigkeit und ist damit ein sehr würdiger Preisträger 2011.“

Rainer Haarmann, künstlerischer Leiter von JazzBaltica und Vorsitzen-der der fünfköpfigen Jury, die den Preis vergibt, zeigt sich ebenfalls hocherfreut: „Ich freue mich, dass mit dem Clara Haberkamp Trio er-neut drei herausragende Talente des jungen deutschen Jazz gewürdigt werden. JazzBaltica war und ist besonders engagiert, um jungen Künst-lern der deutschen und europäischen Szene eine Bühne zu bieten. Dies beweist das Festival einmal mehr mit der Vergabe des Preises an das Clara Haberkamp Trio.“

Clara Haberkamp, 1989 geboren, zeigt in ihrem Klaviertrio eine musikalische Reife, wie sie sich mit Anfang Zwanzig nur selten ausbildet. Mehrere „Jugend jazzt“-Preise stehen genauso in ihrer Vita wie die Teilnahme im Landesjugend-jazzorchester NRW. Momentan studiert sie bei Hubert Nuss am Jazzinstitut Berlin. Ihr Trio mit dem Bassisten Igor Spallati bzw. Andreas Lang und dem Schlagzeuger Tilo Weber gründete sie 2010. Die drei konnten innerhalb kürzester Zeit eine beeindruckende Reife und Tiefe in ihre Musik legen. Haberkamps Kompositionen erzählen Geschichten, ihr Klavierspiel zeigt Freude, Traurigkeit, Melancholie und Leidenschaft. Ihr Gesang ist eine logische Erweiterung der Stimme, die sie am Klavier schon entwickelt hat. Foto: ©Christoph Risch. Weitere Informationen: www.shmf.de

Friedhelm Schorlemmer: »… den Mut zu haben, sich seines eigenen Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen«

Da wird auch dein Herz sein: Ver-stand und Herz, Gefühl und Aktivität gehören zum ganzen Menschsein dazu. Friedrich Schorlemmer zeigt, dass es sich lohnt, Stellung zu bezie-hen, er verlebendigt die christlichen Wurzeln und macht Lust auf das Mehr, das im Christentum liegt. Es geht um Identität und Regeln, die Frage nach dem guten Leben und der Hoffnung, auch um Schuld und Freiheit. Und letztlich auch um das Glück, das uns geschenkt ist.

Freiheit gewinnen. »Dazu gehört es freilich, den Mut zu haben, sich seines eigenen Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Ohne ein bisschen Mut und ohne ein bisschen Verstand ist diese Freiheitserlaubnis eine Schimäre«, so Schorlemmer.

Friedrich Schorlemmer, geboren 1944, ist ev. Theologe und früherer DDR-Bürgerrechtler. 1988 »Wittenberger Thesen« zur Demokratisierung der DDR. 1989 Mitbegründer des »Demokratischen Aufbruchs«. Er hat vielfache Auszeichnungen erhalten, u. a. die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte; Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels. Zahlreiche Veröffentlichungen. Weitere Informationen: www.verlag-kreuz.de

Schleswig-Holstein Musikfestival im Land zwischen den Meeren

Wer in diesen Sommermonate das »Land zwischen den Meeren« besucht, dem werden an zahlreichen Orten hochinteressante musikalische Veranstaltungen angeboten. So zum Beispiel das Musikfestival »Merhaba Türkiye« – Willkommen Türkei vom 9. Juli bis 28. August 2011 – eine Entdeckungsreise durch die türkische Musiklandschaft. Festivalintendant Prof. Rolf Beck und sein Team präsentieren ein vielfältiges Konzertprogramm und zeigen die Musik der Türkei am Puls der Zeit: Bedeutende Solisten, Orchester, Dirigenten und Komponisten sowie hoffnungsvolle Talente sind zu Gast, der Bogen reicht von einer anatolischen Reise entlang der Schwarzmeerküste über die farbenreiche Kammermusik des großen türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun und das fantasievolle Œuvre seines ebenso bedeutenden Kollegen Fazıl Say (inklusive zweier Uraufführungen) bis hin zu tanzenden Derwischen und zu DJ Ipek, dem hippsten DJ Europas.

Und wer darüber hinaus das Land zwischen Ostseee und Nordsee entdecken möchte,findet zum Beispiel in den Städten Lübeck und Flensburg, aber auch auf dem Lande, zahlreiche Kulturangebote sowie Oasen der Ruhe. Umfassende Tipps und Hilfen bei der Reiseplanung gibt der Reiseführer »Lübeck«. Wer nicht in Lübeck war, der kennt Deutschland nicht. Egal, ob Sie eine der größten Kirchen der Welt bestaunen, das populärste Literaturmuseum der Republik besuchen, unglaublich gutes Marzipan verköstigen oder einfach durch die Altstadt flanieren wollen, die selbstverständlich von der UNESCO als Weltkulturerbe zertifiziert wurde. Die charmante, offene Minimetropole am Meer ist immer eine Reise wert. Zumal mit Travemünde ein altehrwürdiges Seebad mit Casino und Steilküste zur Stadt gehört.

In fünf Spaziergängen entwirft Matthias Kröner ein lebendiges Bild der hanseatisch entspannten Ostseestadt. Die Touren werden begleitet von einem umfangreichen Serviceteil, in dem es u. a. darum geht, wo man einkehren sollte, wenn man dringend eine Sightseeing-Pause braucht. Wer will, kann dann noch einen Ausflug zu einem 4.000 Jahre alten Hünengrab und zum Grenzmuseum in Schlutup unternehmen, wo einst die Zonengrenze zur DDR verlief.

Matthias Kröner: 1977 in Nürnberg geboren. Seit 2007 lebt unser Autor in Lübeck. In seiner fränkischen Heimat studierte er u. a. Literatur-wissenschaft und Geschichte, nahm mehrere Literaturpreise entgegen und gründete die Literaturcombo »Mundpropaganda« (mit Leonhard F. Seidl). In seiner Wahlheimat am Meer hat er für den Lübeck-Cityguide jeden Stein umgedreht. Matthias Kröner schreibt u. a. Prosa und Lyrik für den Bayerischen Rundfunk und den Eulenspiegel. Siehe auch: www.fair-gefischt.de und www.michael-mueller-verlag.de

Finnland-Institut Berlin: »1809 und die Folgen. Finnland zwischen Schweden, Russland und Deutschland«

Der Berliner Wissenschafts-Verlag, das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität, das Institut für Skandinavistik/Fennistik der Universität Köln und das Finnland-Institut laden herzlich ein zu der der Neuerscheinung Band 12 der Schriftenreihe des Finnland-Instituts: 1809 und die Folgen. Finnland zwischen Schweden, Russland und Deutschland. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, dem 7.Juli 2011 um 19.00 Uhr im Finnland-Institut Berlin, Georgenstr. Nach der Begrüßung durch Dr. Anna-Maija Mertens, Leiterin des Finnland-Instituts diskutieren über den langen Weg Finnlands in die Unabhängigkeit diskutieren: Prof. em. Dr. Bernd Henningsen, Nordeuropa-Institut, Dr. Petri Hakkarainen, Botschaft von Finnland und Dr. Jan Hecker-Stampehl, Nordeuropa-Institut. Die Moderation übernimmt Dr. Anna-Maija Mertens.

1809 und die Folgen. Das Jahr 1809 markiert für Finnland einen der wichtigs-ten Wendepunkte seiner neueren Geschichte; es begann die lange Reise zur Unabhängigkeit 1917. Den Hintergrund bilden die Kriegskonstellationen der napoleonischen Zeit in Europa, in die auch Finnland verwickelt wurde. Als Ergebnis des ›Finnischen Krieges‹ zwischen Russland und Schweden 1808–1809 musste Schweden seine bisherige östliche Provinz an Russland abtreten: Sie wurde zu einem autonomen Großfürstentum im Russischen Reich.

Was in gesamteuropäischer Perspektive nur ein geschichtliches Detail war, sollte sich für Finnland als großer Glücksfall erweisen: Alexander I. gestattete den Finnen eine weitgehende Autonomie und die Beibehal-tung ihres Rechtssystems, das die Grundlage für die Verwaltungsstruktur war und ohne das die Konstruktion einer nationalen Identität im Laufe des 19. Jahrhunderts nicht vorstellbar ist. Die Ereignisse im Norden Europas um 1808/1809 werden in diesem Band aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Ausgangspunkt ist die politische Situation in und um Finnland, doch geht es auch um eine gesamteuropäische Verortung.

Beleuchtet werden der Beginn der politischen und kulturellen Eigenständigkeit des Landes ebenso wie die Frage, was 1809 für das heutige Finnland, für Schweden und für Russland bedeutet – und nicht zuletzt, wie sich die Kulturbeziehungen zwischen Finnland und Deutschland seit 1809 gestaltet haben. Weitere Informationen: www.finnland-institut.de