Kurze Nacht der Naturfotografie im Finnland-Institut:»Erlebnis Natur – Fotografien von Hannu Hautala«

Ein besonderer Leckerbissen erwartet Liebhaber der Naturfotografie im Rahmen einer Ausstellung in der Zeit vom 23.8.-24.9.2010 im Berliner
Finnland-Institut in der Georgenstraße 24. Ein Höhepunkt dieser Ausstellung mit Werken des Meisters der finnischen Naturfotografie findet am 28. August statt.


Foto: Finnland-Institut, (c) Hannu Hautala

Im Rahmen einer Kurzen Nacht der Naturfotografie stellen finnische Partner aus Kuusamo in Nordfinnland und das Finnland-Institut ein umfassendes und informatives Programm vor. Jeweils um 18 und 20 Uhr fährt Kari Kantola, Hannu-Hautala-Stiftung, in die Ausstellung ein. Um 19 und 21 Uhr referiert Dr. Riku Paavola, Forschungsstation Oulanka, über die Natur um Kuusamo/Nordfinnland. Gezeigt werden außerdem die DVD-Präsentationen »Sävystä sävyyn erämaan hengessä« (Von Ton zu Ton im Geist der Wildnis) mit Fotos von Hannu Hautala und Musik von Heikki Sarmanto sowie »Onnen maa« (Im Land meines Glücks). Außerdem werden Hannu Hautalas zahlreiche Publikationen gezeigt.

Hannu Hautala (geb. 1941) ist ein Pionier der finnischen Naturfotografie und der erste professionelle Naturfotograf Finnlands. Seit über 50 Jahren fotografiert er die mystischen Lichtphänomene in der finnischen Natur. Sein Lebenswerk umfasst ein Archiv von ca. 1,5 Mio. Bildern – und zeigt wie keine andere Quelle die Veränderungen, die in der finnischen Natur in den vergangenen Jahrzehnten stattgefunden haben.

Die Retrospektive von Hannu Hautala fasst die Arbeiten des Naturfotografen zusammen: von den Anfängen des Hobbys über die aktiven Berufsjahre bis hin zu den aktuellen Arbeiten als Pensionär. Das Älteste der ausgestellten Bilder stammt aus dem Jahr 1962 aus Hautalas Geburtsgegend Süd-Ostbottnien, das neueste von 2009 aus seinem Heimatort Kuusamo. Dort lebt Hautala bereits seit über 30 Jahren, aus dieser Gegend stammen auch seine wichtigsten Werke. Für die Ausstellung hat Hautala eine Auswahl von Bildern getroffen, die die wichtigsten Eckpfeiler seiner Arbeit aufzeigen: das nördliche Licht zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten, den finnischen Wald, das Auffangen einer Bewegung im Bild und das Fotografieren von außergewöhnlichen Situationen.

Auch heute ist der inzwischen pensionierte Fotograf aktiv: »Mein Schritt ist kürzer geworden, aber auch heute noch bin ich sehr glücklich, wenn ich auf dem Weg in den Wald bin, um zu fotografieren.«Die Werke Hautalas sind in über 40 Fotobänden festgehalten worden. Auf Deutsch sind u.a. erschienen Im Land des Unglückshähers (1985) und Im finnischen Winterwald (1990), Sommernacht (1992), Mein Wald – voller Leben (2002). Sein Lebenswerk wird von der Hannu-Hautala-Stiftung verwaltet, die den Bestand digitalisiert und archiviert und dem großen Publikum durch Wanderausstellungen und im Naturfotografiezentrum „In Hannus Fußstapfen“ in Kuusamo zugänglich macht. Die Öffnungszeiten der Ausstellung im Finnland-Institut: Montag 10-17 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 11-19 Uhr, Freitag 9-15 Uhr sowie Samstag 28.8. von 17-22 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Felix Hasskerl von TourFinnland und Culturatours weist im Zusammenhang mit dieser fantastischen Ausstellung in einem Gespräch mit unserer Redaktion darauf hin, dass »diese Landschaft Nordfinnlands von besonderer Schönheit ist – und zwar zu allen vier Jahreszeiten«. Besonders reizvoll ist für ihn die Beobachtung von frei lebenden Braunbären. Ausgangspunkt für das Programm »Wilde Braunbären Abenteuer« ist das Hotel »Kalevala« in Kuhmo. Weitere Informationen: www.finnland-institut.de und www.tourfinland.de

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